Wir verabredeten uns in einem angesagtem italienischem Restaurant in Köln und ich musste ein wenig warten - nur soviel: Es hat sich gelohnt!
Schon ihr Auftritt beim Betreten Desselbem war unbeschreiblich - lächelnd betrat sie die Location, der Chef- Gastronom ließ sich eine persönliche Begrüßung nicht nehmen, natürlich sehr wortreich und die männlichen Gäste schauten mehr als ein Mal hin. Wie geschmeichelt fühlte ich mich, als sie den Weg geradewegs zu meinem Tisch gewählt hatte!
Unser Gespräch hielt im Folgenden das, was ihre Erscheinung versprach - Offenheit und auch Fröhlichkeit prägten unsere Kommunikation und trotz ihrer jungen Jahre überzeugte sie auch in ihren Ansichten rund um die Thematiken ihres BDSM.
Der Leser ist herzlich eingeladen, im nachfolgendem Interview daran teilzuhaben....
Samira, beschreibe uns deine Ursprünge - wie fing alles bei dir an und wie setzte es sich fort....
Ich möchte etwas weiter ausholen.
Vom Typ her war ich frühreif, anderen in meinem Alter voraus.
Worüber meine Freundinnen abstrakt nachdachten im erotischem Sinne, war für mich schon lange real und ich lebte mich bereits aus.
Mein dominanter Werdegang ist ein Mix aus eigenem Willen und Entschlussfreude und dem Einfluss meiner Mutter, welche jahrelang als Fachkraft in der Psychiatrie Köln tätig war.
Das sie ihr Tätigkeitsfeld schon lange verändert hatte, als ich noch Teenager war, erfuhr ich erst später - und das kam so:
Über längere Zeit bedrängte ich sie, mir doch mal ihre Arbeitsstätte in der Psychiatrie zu zeigen, es mir näherzubringen - ich war da sehr hartnäckig, denn eines Tages nahm sie mich zur Seite und brachte mir schonend bei, dass sie schon länger als frei praktizierende Domina agierte.
Zu diesem Zeitpunkt weigerte sie sich jedoch hartnäckig, mich da näher zu informieren, wollte mich fernhalten.
Also holte ich mir über verschiedene Quellen alles an Infos, was möglich war, machte mich schlau, was BDSM bedeutet, eine Domina so macht...danach war ich im Bilde.
Kurz vor meinem 18. Geburtstag konfrontierte ich meine Mutter mit meinem Entschluss, ebenfalls Domina werden zu wollen – mein Wunsch war, dies mit ihr gemeinsam durchzuführen.
Sie verweigerte sich da zunächst, stand dem ablehnend gegenüber, weil ich halt ihre Tochter sei.
Erst, als ich ihr eröffnet hatte, dann eben in einem anderem Studio meine Erfahrungen machen zu wollen, stimmte sie dem gemeinsamen Weg mit mir zu – sie wollte ihren Einfluss auf mich behalten, beobachten, ob ich nur einer fixen Idee nachgehen wolle oder es ernst meine.
Nachdem sie die Ernsthaftigkeit meines Ansinnens erkannt hatte, unterwies mich gründlich im Metier, zeigte mir alles - ich war auch sofort Feuer und Flamme.
Meine anfängliche Schüchternheit im Verbalem legte sich auch schnell, Hemmnisse gewissen Praktiken gegenüber kehrten sich in Richtung exzessiven Auslebens um.
Kurz: Ich hatte meine Berufung gefunden.
...interessant! Wie ging es weiter bei dir?
Erwähnen möchte ich, dass ich mich ganz zu Anfang auch in der passiven Rolle ausprobierte, um zu wissen, wie sich der devote Part anfühlt, welche Empfindungen man verspürt.
Allerdings zog ich aus dem Passivem keinerlei Freude, schnell war mir klar, dass mein Innerstes nur und ausschließlich die Dominanz darstellte.
Meine Mutter und ich praktizierten eine Zeit lang im eigenem Studio, das Studio S, und reisten fortan durch Deutschland und auch in die Schweiz - wir waren untrennbar miteinander verbunden.
Ich wuchs also tatsächlich in meine Profession hinein - auch lernte ich schnell, weil ich wirklich veranlagt bin, echten Spass am Dominieren habe.
Zuletzt agierten wir im Pleasurdome Cologne.
Was genau gefällt dir an deiner Profession, beschreibe dich etwas näher vom Typ her, bitte
Ich mag es, begehrt zu werden.
Ich liebe das Devote meines Gegenübers, mir entgegengebrachtes uneingeschränktes Vertrauen, das Gefühl, dass jemand alles für mich tun würde, wenn ich es wünsche.
Absolute Hingabe halt!
Das macht sich bei mir weniger an tatsächlichen Handlungen fest, vielmehr lese ich aus Mimiken und Gestiken.
Es gibt da diesen bestimmten Blick, welcher in der Lage ist, mein Herz zu erwärmen.
Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, dies so wahrzunehmen!
Auch bin ich keine Domina, welche sich an Schreien und Schlagen festmacht, das wäre mir zu billig und oberflächlich.
Ich lese vielmehr zwischen den Zeilen - alles spielt sich im Kopf ab.
Dies alles versetzt mich dann in gute Stimmung, was die Basis im eigentlichem Sinne für ein wirklich erfüllendes bizarres Miteinander ausmacht.
Was macht also eine gute Domina für dich aus - was braucht es und was nicht?
Genau genommen bedarf es keines Kreuzes, Flaschenzuges, Bockes oder anderem aufwendigem Mobiliars - sondern nur man selbst in der eigenen, authentischen sowie komplexen Persönlichkeit.
Wahre Dominanz zu geben und absolute Hingabe zu erhalten - darum geht es!
Möbel und Equipment sind nur Zierat und Gegenstände, um Praktiken im Ergebnis umzusetzen.
Wie stehst du eigentlich zu SM- Neulingen und Erstbesuchern? Sicher nützlich für den stillen, neugierigen Leser, da mehr von dir zu erfahren!
Es bereitet mir viel Freude, jemanden anzuleiten und ihm seine eigenen bizarren Gelüste bewusst zu machen.
Ausführlich vorher darüber zu reden, ist unabdingbar und da nehme ich mir stets viel Zeit.
Es kann auch durchaus vorkommen, dass im Anschluss nichts passiert, wenn ich spüre, dass mein Gegenüber bezüglich praktischer Umsetzung noch nicht reif ist.
Passt es jedoch und stimmt die Chemie, erkenne ich dieses gewisse Funkeln in seinen Augen, liebe ich es, ihn ganz in meinem Sinne zu formen.
In der Wahrnehmung des so von mir verbesserten SMler soll ich sein Ein und Alles sein - erst, wenn mir das so gelingt, wäre ich wirklich zufrieden mit mir selbst.
Beim SM- erprobtem Gast hingegen liegt der klare Vorteil darin, dass dieser seine Neigungen besser definieren kann - gleich in die Vollen gehen zu können, meine sadistische Ader auszuleben, macht mich an.
Vor mir sitzt eine extrem attraktive, junge Frau - die jüngste der bis dato hier vertretenen Dominas.
Erlaube mir die Frage - wie stehst du zu deutlich älteren Gästen?
Viele würden gerade den Altersunterschied als überaus reizvoll empfinden...
Das Alter macht es überhaupt nicht aus, es geht hier ausschließlich um die eigene Befähigung, sich mir ganz und gar hingeben zu können.
Ich achte auf Dinge wie Benehmen, Stil, gutes Benehmen im Allgemeinem.
Gerade Ältere wisse oft besser, wie man sich einer Domina gegenüber zu verhalten hat.
Mein ältester Gast ist übrigens körperlich eingeschränkt und annähernd 80 Jahre alt.
Dann lass mich den Bogen zu seinem Service spannen. Wie stehst du zu den sogenannten " Dirty Games "?
Ich kann da sehr extrem werden und unterwerfe mich da keinerlei Einschränkungen.
Exzessive KV, NS und auch Vomit- Spiele stellen bei mir keine Seltenheit dar und praktiziere ich gerne - sofern ich sehe, dass mein Gegenüber diese Geschenke zu schätzen weiß.
Gerade diese Extrembereiche stellen doch die höchste Erniedrigungsstufe dar.
Welche bizarre Praktiken bevorzugst du persönlich - was macht dich an?
Ich genieße authentische, realistische Rollenspiele.
Ich mag es, mich auf der Haut meines Sklaven durch Cutting oder Branding zu verewigen und so das Ultimo meiner Dominanz zu demonstrieren - mein Zeichen auf meinem Eigentum.
Flagellationen, auch extrem, ist ebenfalls mein Favorit.
Wie stehst du zu frivolem Ausgehen, also öffentlich?
Ohja, guter Gedanke - auch da lebe ich mich aus.
Dann führe näher aus - kannst du da sogar das eine oder andere Erlebnis schildern?
Klar. Mein Gespiele und ich besuchten gemeinsam im Volllatexoutfit ein nobles Restaurant.
Alle Blicke auf uns gerichtet, besonders jene der Männer...;-)
Wer weiß, wie viele danach auf den Geschmack gekommen sind....
Jedenfalls spielte ich mit meinen Reizen - natürlich trug ich unter dem Latexmini keinerlei Unterwäsche.
Zwischen 2. und 3 Gang spreizte ich meine Beine und mein Eigentum hatte meine Stiefel zu lecken...
Dies ging so 5 Minuten gut, dann wurden wir allerdings des Hauses verwiesen!
Oder nehmen wir mal die biedere Schweiz - abermals im Volloutfit mit dem Sklaven an der Leine durchs bürgerliche Einkaufszentrum.
Dort allerdings blieb es bei neugierigen Blicken ohne Hausverbote ;-)
Du bist sehr offen - dann also direkt: Stehst du auch auf Frauen?
Ja, sehr. Ich besitze eine ausgeprägte Bi- Ader.
...was mich nun nicht wirklich überrascht. Welche Materialien magst du an deinem wunderschönem, schlankem Körper?
Latex, Leder - und auch Lack.
Latex stellt eine zweite Haut dar und schon nach kurzer Zeit bewegt man sich in seinem eigenem Saft.
Übrigens uriniere ich gerne in den Latexanzug meiner geneigten Gäste hinein - schließlich kann ja nichts entweichen.
Was für ein Genuß für meinen Spielpartner!
Leder und Lack trage ich gerne, weil es Wirkung erzielt und mir gut steht - ich fühle mich wohl darin.
Kaum vorstellbar - aber besitzt du noch eine spezielle Fantasie, welche du gerne noch ausleben möchtest?
Du liegst schon richtig- ich lebe mich bereits aus.
Aber eines gibt es - eine persönliche Sklavin zu besitzen. Natürlich arbeite ich bereits daran und erziehe in meinem Sinne.
Bietest du auch Haus- und Hotelservice an?
Ja- unter bestimmten Voraussetzungen auch bei Erstkontakten.
Kenne ich bereits Jemanden - dann jederzeit.
Wie steht es um Klinikspiele?
Im bestimmtem Bereich durchaus - und das dann auch gerne extrem.
Stichworte Cuttings, Fistings, auch doppelt!, Nadeln usw.
Da du ja noch sehr jung bist, erfährst du ja bestimmt hier und da Zweifel betreffend deiner Fachkompetenz.
Wie würdest du dem begegnen?
Ich besitze eine schnelle und gute Wahrnehmung, bin autodidakt. Zusätzlich meine grenzenlose Neugierde zu allem, was neu ist und mich interessiert.
Wofür andere 10 Jahre brauchen, um es zu erlernen, benötige ich nur Tage oder Monate.
Meine Mutter, eine examinierte Pflegekraft, erfahrene Domina und geschult im Umgang mit extremen Charakteren, war meine perfekte Lehrmeisterin.
Das Allermeiste macht zudem wahre Veranlagung, echte Überzeugung und eine offensive Handhabung der Themenbereiche aus - Zweifel zu meiner Kompetenz und Person sind also nicht angebracht.
Je eher mir jemand vertraut, desto besser ist mein Gegenüber da beraten.
Professionelle Domina bist du ja seit etwa 2 Jahren - wie stellt du dir deine Zukunft als in dieser Hinsicht vor?
Ich bin Domina und werde es noch sehr lange bleiben.
Ich ziehe viel zu viel Freude aus dem, was ich vornehme, habe zuviel Spaß am Ausleben des dunklen Teils meiner bizarren Seele, als dass ich in absehbarer Zeit damit aufhören könnte oder wollte.
Zudem vermeide ich alles, was mich in irgendeiner Forum ausbremsen könnte und gehe nur den konstruktiven Weg, der mich weiterbingt.
Ich lebe und liebe meine Profession!
Ich denke, wir haben nunmehr eine ganze Menge von dir erfahren und dieses Gespräch gereicht dir eindeutig zum Vorteil.
Benenne uns doch zum Abschluß deine Kontaktdaten, damit der Leser den Weg zu dir finden kann.
Gerne.
Web: www.ladysamira.com
E- Mail: lady-samira@live.de
Telefon: 0172-4989983.
Samira, recht herzlichen Dank für diese 5 Stunden unseres Austausches. Unser Zusammensein war mir eine echte Freude!