Im Gespräch mit Lady Mona entwickelte sich sofort eine ganz bestimmte Vertrautheit und gleichzeitig Wärme, wodurch es uns möglich war, die Dinge ganz offen und entspannt anzusprechen. Lady Mona ist etwas für spezielle Geschmäcker - in ihrer Weiblichkeit einzigartig, beeindruckte mich ihr ausgeprägtes Einfühlungsvermögen und ihre Art, auf den anderen einzugehen, ganz besonders. Überflüssig, zu betonen, dass dieses Interview mir eine große Freude war.
Mona, wie bist du zum SM gekommen, wie begann dein Werdegang auf professioneller Ebene?


Ich las ein Inserat und meldete mich sofort bei diesem Studio. Dort nahm ich mir die Zeit, überall mal zuzusehen, zu lernen und dann auch selber bei Sessions mitzumachen. Ich wuchs auf diese Art mehr und mehr in das Studio- Geschehen hinein....


Warst du schon immer Domina?


Nein, ich probierte erstmal aus, begann als Bizarrlady. Allerdings merkte ich schnell, dass mich die rein dominante Seite deutlich mehr kickt.


Also ist dir Lust und Spass bei der Sache wichtig, wenn ich richtig verstehe?


Eigene Lust zu empfinden, wenn ich mein Gegenüber behandle, die Dinge mit ihm vornehme, die auch mir gefallen, sind meine Grundmotivation für das, was ich mache...


Welche Bereiche im BDSM bietest du an, worauf darf sich dein Gast bei dir freuen?


Ich bin versiert sowohl im schwarzen SM, wie auch bei allem, was mit Klinik zu tun hat.


Wie weit gehst du bei deinen Behandlungen?


Ich beschreite auch extreme Wege. Grenzen sind dazu da, nicht nur erreicht, sondern auch überschritten zu werden - natürlich im Einklang mit meinem Spielpartner! Allerdings lehne ich bleibende Körperschäden ab.
Speziell bei Cuttings, die ich sehr gerne durchführe, darf es gerne mal eine nette Narbe werden - sofern Gast es ausdrücklich wünscht!


Wie stehst du zu dem absoluten Neuling, einer, der noch nie zuvor in einem Studio gewesen ist, aber unbedingt mal probieren möchte?


Ich empfange sehr gerne auch den Total- Newbee, sofern dieser wenigstens bestimmte Vorstellungen hat. Mir fiel schon häufig auf, der der Anfänger seine geheimen Wünsche nicht sehr gut artikulieren kann. In diesem Fall empfehle ich, alles vorher zu Papier zu bringen und mir dann die Wunschliste schriftlich zu überreichen. Ich mache dann ein schönes Spiel daraus....


Was erwartet den erfahrenen SMler bei dir?


Heftige und ausgefallene Behandlungen. Ich achte Tabus und lege Wert auf Übereinstimmung der Vorstellungen, wie eine Session sein soll...und wie exzessiv sie sein darf...( * lächelt * )


Wo siehst du nach deinen Erfahrungen die Unterschiede zwischen einem devoten und masochistischen SMler?


Beim Maso steht eindeutig der körperliche Schmerz im Vordergrund, also nicht die Erniedrigung. Der Devote braucht die Unterwerfung da erheblich mehr. Bei mir bekommen beide, was sie verdienen ( * lacht * ).
Das Machtgefälle wird eben entweder psychisch oder physisch deutlich.


Hat SM für dich auch mit Erotik zu tun und welche Rolle spielt Berührbarkeit für dich?


Ich spiele gerne mit meinen Reizen, Stichwort " Tease and Denial ", ich nehme mir gerne, was und wann ich es will...das alles kann mehr oder weniger erotisch sein. Man kann da nichts verallgemeinern.
Auch was Berührbarkeit angeht, übrigens. Ich alleine entscheide halt in dieser Beziehung, grundsätzlich denke ich, dass Berührbarkeit und Dominanz durchaus einhergehen können.


Erzähl mir bitte von Dingen, die dich total anmachen.....


Es geht mir eigentlich nur um eines - die Geilheit in den Augen meines Gegenübers zu entdecken! Natürlich würde es mir auch sehr gefallen, wenn sich meine beste Freundin dieses Menschens annehmen würde, vor meinen Augen, denn ich bin sehr voyeuristisch veranlagt!


Danke für diesen recht tiefen Einblick in deine Gedankenwelt, Mona. Möchtest du den Lesern zum Abschluß dieses Interviews noch etwas mitteilen?


Gerne. Mir ist bewusst, dass ich in meinen weiblichen Formen nicht ganz der klassischen Norm entspreche. Wer zu mir kommen möchte und sich für mich interessiert, sollte meine Weiblichkeit zu schätzen wissen.
Ich freue mich über jeden, der diese Attribute an einer Frau mag - mit der richtigen Einstellung und dem richtigen Geschmack in dieser Beziehung fängt der Spass an.
Ich mache nie etwas nur zur Hälfte, sondern bin und gebe stets 100 %!
Ich fordere ein, bin aber auch bereit, genauso viel wieder zurückzugeben.


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