Lady Machere begegnete ich zum ersten Mal auf einer Party des W.O.F. Ihr Äußeres machte mich eher neugierig, als dass es mich erschreckte, und so kamen wir fortan immer wieder ins Gespräch.
Ich lernte eine hochintelligente Frau kennen, die genau weiß, wovon sie spricht.
Sich mit ihr auszutauschen, ist mir stets eine große Freude, lerne ich doch laufend hinzu.
Alles zusammengenommen ist ihre Aufnahme im Domina- Portrait die logische Konsequenz aus all den gesammelten, guten Eindrücken, die ich bei Lady Machére gewinnen durfte.
Sie hier zu wissen, ist für das Domina- Portrait eine echte Bereicherung!
Machére, was hat dich dazu veranlasst, den Beruf der Domina auszuüben? Erzähl uns ein wenig über dich selbst, beschreib dich und gib den Lesern die Gelegenheit, dich ein wenig näher kennen zulernen.


Wer kann schon sein Leben in Worte einengen, nur um sich klar darzustellen.
Ich bin zwar u.a. als authentische und professionelle Domina tätig, sehe es aber nicht als 100% Tätigkeit an.
Ich möchte mir im Gesamten treu bleiben und alles ausleben, wobei ich mich wohlfühlen kann.
Daher ist es mir genauso wichtig, mich auch in meinen anderen Berufen
Friseurmeisterin, 3/4 Betriebswirtin, Designerin, Stylistin und Choreographin zu betätigen.



Wie bist du überhaupt zum SM gekommen?


Ich habe vor ca. 12 Jahren SM innerhalb von einer Woche kennen und lieben gelernt. Zuvor hatte ich diverse Fetisch - Modenshow's choreographiert, ich wurde vor einer Erotikmesse angesprochen, für gewisse Damen im Erotikbereich etwas zu kreieren. Mein privater Werdegang war mein bestens Hilfsmittel, um mich weiter in die Thematik hinein zu versetzen (ich war schon damals extrem gepierct und bereits leicht Fetisch angehaucht...). Innerhalb einer Woche lernte ich in einem Studio, - bei Lady Sam aus Bremen -, die gewissen Techniken. Als Dank unterwies ich sie in pflegerischen Techniken (ich habe eine Pflegeschwester - Ausbildung in diversen Häusern absolviert). Somit war ich nun " drin " und praktiziere seitdem mein Inneres Wesen.....
Vieles der vergangen Jahren konnte ich mir nun erklären, warum ich so wurde, wie ich nun mal bin.


Eine sehr ansprechende Darstellung, toll! Welche Beschreibung träfe am ehesten auf Dich zu?


Dazu sei von mir gesagt:
Es gibt verschiedene Arten von dominanten Frauen und Männern.

- authentische " Herrin " (" herrschaftlich ") = Sie leben nach den Herzen und agieren nach der jeweiligen Lust ihrerseits, auch mit der Hilfe des verschiedenen Partnertyps.

Professionelle Domina (" Geldliche ") = Sie arbeiten um Geld zu verdienen, wie alle anderen Menschen auch, und agieren nach der jeweiligen Wunschliste des Gegenübers. Natürlich haben sie auch ihren Spaß am Gegenüber, aber sie leben meist eine normale Beziehung. Aber, es gibt hierbei auch Ausnahmen.

- authentische Professionelle = hier ist es schwer zu sagen, denn je nach Typ ist das eine mehr oder weniger ausgeprägt. Sie sind die wahren " Könner " in meinen Augen.

Dazu allerdings gibt es noch drei Arten von Dominanz:

- die Sexuelle , - die Berufliche und - die Persönliche.




Welche Arten wohnen dann in dir?


Zu meinen Glück besitze ich alle „ 3 „ .


Wie lange bist du nunmehr als Domina professionell tätig?


Ich bewege mich u.a. seit nunmehr 10 +/- Jahren im Profi- Bereich.


Was ist für dich das Besondere am SM?


S/M bedeutet nicht, das ich einen Sklaven suche, welcher sich mir rein sexuell hingibt, sondern sich in dem wiederfindet, was er ist und darstellt.
Er liebt es, auf jede erdenkliche Art erniedrigt und benutzt zu werden, wie es mir gefällt.
Wenn ich Lust verspüre, dich zu ignorieren, dir Dinge auftrage, die getan werden müssen, obliegt es dir nicht, diese in Frage zu stellen.
Siehst du deine Aufgabe als zu desinteressiert an, weil du nicht auf deine Kosten kommst, bist du kein Objekt meiner Begierde. Es hat ja nichts mit S/M zu tun, wenn´s doch nur um den reinen Kick geht...
Ich suche die extremen Masos, wahrhaft devote Sklaven, die für ihre Neigung alles tun würden, um sich wirklich ausleben zu dürfen.
Selbst wenn ich sagen würde, der Abwasch in der Küche muss getan werden, oder ... machs dir hier jetzt vor mir selbst...dann gehe ich von umgehender Umsetzung aus!(* lach *).
Echte Sklaven sehen den Akt nur zweitrangig an, erstrangig ist das Erleben seiner Sklavenbedürfnisse als Berechtigung des eigentlichen Seins.
Der Sklave, so wie ich ihn sehe und mag, will seiner Führung gefallen, ohne seine eigenen Bedürfnisse ins Rampenlicht zu stellen.



Gibt es noch eine BDSM- Fantasie, die du noch nicht ausgelebt hast? Wenn ja, möchtest du diese umsetzen?


Natürlich möchte ich diese mehr oder weniger ausleben.

Wichtig ist doch zuallererst, dass ich den richtigen Sklaven/Mann/Gegenpart dazu finde, der diese speziellen Neigungen auch mit mir ausleben möchte.



Was sagst du dem interessierten Anrufer, der einen Termin mit dir vereinbaren möchte und erwähnt, dass er noch ganz neu sei, aber ungeheuer neugierig ist auf SM und dich?


Das wichtigste ist doch, das er mich agieren läßt, so dass ich mir in Authentizität und Professionalität nicht selbst im weg stehe und ich ihn in eine realistische Dominanz der Herrschaft mit „Vorsicht“ einführen kann.
Die Steigerung des Geschehens kommt mit dem gegenseitigen Respekt und Vertrauen, um neue Grenzen zu erleben und neu abzustecken.
Wichtig sind, immer Tabus und Neigungen anzugeben,
damit das „Fallen lassen“ geschehen kann.



Was empfindest du, wenn sich ein Sklave dir völlig hingibt und ausliefert?


Er möchte eins mit mir in dieser Situation werden.

Dies ist das schönste Kompliment, das ich mir vorstellen könnte. Kein Wunder, dass für mich nur wahre authentische Sklaven für eine Sklaven – Beziehung in Frage kommen.



Bist du berührbar?


Kommt es nicht immer auf die „gewisse Situation“ an?
Es gibt u.a. „leichte Leckspiele“ die mich berührbar machen lassen.
Und „extreme Augenblicke“, wo ich mehr von meinen Gegenüber haben möchte, wenn je nach Zuneigung in mir einiges befriedigt werden möchte.
Wunschzetteldenken in dieser Beziehung steht von vornherein nicht zur Debatte.


Wie weit gehst Du in der Ausübung sado- masochistischer Praktiken?


Man sollte mein Aussehen nicht mit meinen Praktiken in Zusammenhang stellen, man wäre überrascht, wie soft und liebenswürdig ich sein kann.

Aber auch das Provozieren wäre nicht vorteilhaft, weil ich mir in meiner Sache sehr bewusst bin, was ich kann, und beherrsche natürlich auch den Sadismus in allen Facetten.
Wichtig ist mir immer, das ich am Ende noch in den Spiegel sehen kann, und weiß, das ich mir immer treu, korrekt und realitätsnah bleibe.



Möchtest du noch einige abschließende Worte sagen?


Erregt es dich, das ich provokant, tätowiert, gepierct, markant, herb, androgyn, außergewöhnlich und einzigartig in meiner Erscheinung bin, so hast du eine größere Chance, wenn ich dies auch zu spüren bekomme und wir beide uns in unseren Neigung „authentisch“ ausleben können.



Machére, vielen Dank für dieses Interview der besonderen Art!





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