Einleitung: Zum Interview mit Lady Sandra war ich zum ersten Mal im Studio IMS. Die vielen schönen Spielzeuge und der Geruch nach Gummi haben mich elektrisiert. Das Gespräch mit Lady Sandra war sehr herzlich, wir haben uns ganz prima verstanden. Diese attraktive Lady hat einfach gesunde und korrekte Ansichten. Ich bin sicher, dass ihre Gäste bei ihr in guten und erfahrenden Händen sind.
Lady Sandra, was hat Dich bewogen, Domina zu werden?


Mein private Veranlagung. Ich habe meine Passion zum Beruf gemacht. Ich bin vor mehr als 15 Jahren in einer privaten Beziehung zum SM gekommen. Mein damaliger Partner und ich haben viele Dinge einfach ausprobiert und ich habe festgestellt, dass die dominante Rolle einfach ein sexueller Kick für mich ist. Ich konnte mir schon bald gut vorstellen, das auch beruflich zu tun. Kurze Zeit später habe ich in einem großen Studio erste Erfahrungen als Profidomina gemacht und bald darauf mein erstes eigenes Studio eröffnet.


Was prägt Deinen Stil als Domina?


Jeder Gast ist und bleibt ein Mensch, egal in welcher Rolle er sich befindet. Auch wenn es während einer Session heftig zu Sache geht, auch wenn ich im Spiel jemanden aufs schwerste erniedrige, dann ist dieser Gast vorher und nachher jemand, dem gegenüber ich eine entsprechende Achtung und Wertschätzung empfinde. Ebenso gehören Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein zu meinem Stil. Ich führe mit jedem mir unbekannten Gast ein ausführliches Vorgespräch, in dem ich mein Gegenüber auch zu gesundheitlichen Einschränkungen befrage. Entsprechende medizinische Vorkenntnisse sind bei mir vorhanden, um die Aussagen hierzu auch richtig bewerten zu können.


Was erwartest Du von einem Gast?


Er sollte sich zu benehmen wissen und natürlich sauber und gepflegt sein. Ebenso erwarte ich, dass er mir mit Respekt begegnet. Sehr wichtig sind mir Ehrlichkeit und Offenheit, auch und vor allem beim Vorgespräch. Schön ist es natürlich auch, während einer Session, durch entsprechend lustvolle Reaktionen und Töne beim Gast, Feedback zu bekommen.


Bist Du berührbar?


Nein, ich bin nicht berührbar im Sinne von Intimkontakt. Ich lebe die klassische Dominanz und für mich ist es ein großer Widerspruch, dann gleichzeitig mit einem Sklaven Sex zu haben. Trotzdem gebe ich die nötige Nähe.


Sind bei Dir Langzeiterziehungen bzw. Übernachtungen möglich?


Grundsätzlich ist das möglich, erfordert aber einen ausreichenden zeitlichen Vorlauf in der Terminabsprache.


Welche Spezialitäten und Besonderheiten bietet Dein Studio?


Da ich bekennende Latexfetischistin bin, ist mein Studio auch mit entsprechenden Gegenständen, Spielzeugen und Latexkleidung gut bestückt und wird auch entsprechend weiter entwickelt.


SM bedeutet für Dich?


SM bedeutet für mich das Ausleben meiner Sexualität. SM ist Teil meiner Persönlichkeit geworden. Ich kann im Spiel jede Rolle annehmen. Ich kann liebevolle Sadistin sein, Gefängniswärterin, Schlachterin, liebevolle Medizinerin. Ich liebe die Kontrolle über mein Spielzeug.


Wie sollte SM nicht sein?


Brutal und gesundheitsschädlich. Praktiken, die wegen Ihrer Gefährlichkeit im Krankenhaus bleiben sollten, haben in einem SM-Studio nichts zu suchen.


Welche Ideen und Wünsche hast Du für die Zukunft?


Ich möchte so einige Träume, die ich im SM-Bereich habe, umsetzen. Konkret ist das derzeit ein schönes Latexzimmer, ähnlich einer Gummizelle, dass ich im Laufe dieses Jahres fertig stellen möchte.


Lady Sandra, was bedeutet eigentlich der Name IMS?


IMS steht für: Institut für innovativen Masochismus und Sadismus.


Was möchtest Du mir, Deinen Lesern und Gästen sonst mit auf den Weg geben?


Generell und Allgemein wünsche ich mir mehr Verantwortungsbewusstsein der SM-Dienstleisterinnen. Wenn ich überlege, mit welchen Risiken manche Praktiken verbunden sind, die vor allem im Klinikbereich eine Rolle spielen, dann verwundert es mich immer wieder, dass bisher nicht mehr Unfälle dabei geschehen sind. Und ich wünsche mir, bezogen auf unseren Berufsstand, weniger Schubladendenken.


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