Das Gespräch mit Lady Isabella war sehr prägnant und wird mir sicher noch eine Weile im Gedächtnis bleiben - denn sie antwortete sehr offen und direkt in einer klaren, unmissverständlichen Sprache. Bei ihr als besonders interessant erschien mir das Ausleuchten ihrer Beweggründe, " warum " sie ihrer bizarren Profession nachgeht...Ich entdeckte Dinge wie Veranlagung und das authentische Ausleben eigener Neigungen.
Lady Isabella sammelte bereits einiges an Erfahrung, bevor sie sich dazu entschloss, im Studio von Kaethe in Aschaffenburg mitzuwirken, womit sie auch im " Handwerklichem " ausreichende Kompetenz besitzen dürfte.
Diese sehr intelligente, dominante Frau legt sich selbst keinerlei Konventionen oder Hemmschuhe an, sondern lebt sich exzessiv und kreativ aus - dies alles wird sicher auch im Folgendem deutlich.
Isabella, was hast du beruflich vor deiner Profession zur Domina gemacht?
Ich habe Psychologie studiert.
Gibt es bei dir ein Schlüsselerlebnis, welches dir deine dominante Neigungen bewusst gemacht hat?
Ein Schlüsselerlebnis war es eher nicht - mehr das allmähliche Bewusstwerden meiner Dominanz.
Ich konnte schon immer früh meine Mitmenschen einschätzen, in jeder Beziehung, das betrifft also auch das Sexuelle.
Mich hat schon immer alles interessiert, was sich abseits jeder Norm befindet - dies übt einen enormen Reiz auf mich aus.
Wie bist du also speziell zum SM gekommen?
Das ging im Privatem vor 10 Jahren los, das erotische Miteinander mit meinem damaligem Freund hat mich beflügelt.
Beschreibe uns deinen Übergang zum professionellem SM.
Es war Neugier und der Wunsch, viel mit Menschen zu tun haben zu wollen. Gekoppelt mit meinen bizarren Neigungen bot es sich geradezu an, in einem Dominastudio mitzuwirken.
Beschreibe uns deine Stationen....
Ich hielt mich zwei Jahre in Spanien auf und war dort in einem Studio tätig.
Ich war auch deshalb dort, um die hohe Lehre der spanischen Reitkunst zu erlernen...:-)
Gleich nach meiner Rückkehr nach Deutschland lernte ich Kaethe kennen, wir verstanden uns sofort und es war in sich schlüssig, dass wir nun zusammenwirken in ihrem Studio.
Welche bizarren Praktiken bevorzugst du persönlich?
Ich liebe und praktiziere Bondage und diverse Fesseltechniken, mich reizt der Anblick eines mir ausgelieferten Sklaven.
Wann ist eine Domina wirklich gut in deinen Augen?
Wenn sie es versteht, die Neigungen des Gastes zu erfassen und umzusetzen in ein geiles Spiel.
Alles in Kombination mit eigenen Vorstellungen und Vorlieben.
Würdest du auch eine Frau als Gast empfangen?
Ich hatte noch keine Frau als Gast, würde aber liebend gerne meine erste empfangen. Vielleicht liest ja eine interessierte Gespielin hier mit?
Bietest du auch Haus / Hotelservice an?
Ja, uneingeschränkt, also sowohl mit neuen, als auch mit Stammgästen.
Besitzt du einen Materialfetisch?
Latex und Leder in dieser Reihenfolge.
Beschreibe uns eine persönliche Fantasie, die dich selbst richtig erregen würde.
Eine Frau, die mir ausgeliefert ist, sich mir ganz und gar hingibt und sich nach allen Regeln meiner Kunst benutzen lässt.
Erzähle mehr von dir....hört sich spannend an.
Ich sag es mal direkt Andreas, du hast mich soweit :-):
Mich macht es geil, wenn ich einen Sklaven vor mir knien sehe, der devot ist, alles für mich machen würde in diesem Moment und sich mir völlig hingibt.
Bist du berührbar?
Ja.
Ein gutes Miteinander dient ja auch meiner eigenen Lustbefriedigung und ich nehme mir, wen und was ich will.
Ich denke, nun kennen wir dich in deiner Persönlichkeit deutlich besser und der Gast weiß, was ihn erwartet, wenn er dich besucht. Danke für deine offenen Worte.
Dir gebühren die abschließenden Worte unseres Gespräches!
Ich bin als Domina sicher etwas anders und passe in keine Norm.
Ich mag eine klare Sprache und ich nehme kein Blatt vor den Mund, also auch nicht in unserem Interview.
Kurz: Ich bin sehr versaut und lebe es auch aus!